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Presseinfo

05.05.2019 - Bericht von Marcus Götz

Freie Bürger am Almosenberg - Wachstumsmotor für Wertheim

Ihren Besuch bei zwei Bettinger Unternehmen (siehe weitere Berichte) nutzten die Kandidaten für die Kommunalwahl und die aktiven Gemeinderäte der Freien Bürger zu einem Zwischenstopp am Almosenberg.

Die Bettinger Ortsvorsteherin Songrit Breuninger erläuterte vor Ort die bevorstehende Ansiedlung von Warema oberhalb des Areals von „Wertheim Village“. Diese umfasst das komplette Gelände vom Reserveparkplatz des Outlets bis zum Waldrand. Auch der Trainingsplatz wird der Investition weichen müssen. Hierzu gebe es derzeit Gespräche mit den Sportvereinen, so Breuninger. Zu klären sei noch, ob ein neuer Trainingsplatz als Ersatz geschaffen werden müsse, oder ob ein finanzieller Ausgleich für vom Verein in der Vergangenheit getätigte Investionen in Zaunanlage und Flutlicht ausreiche. Angesichts der schwierigen Situation, in der sich viele Sportvereine in Wertheim-Ost derzeit befinden, werden weitere Fusionen angestrebt. Daher sollte ein Konzept über die künftige Auslastung und Pflege der vorhandenen Sportplätze erarbeitet werden.

Irritiert war man angesichts der vollständig versiegelten Fläche des oberhalb des Outlets angelegten Reserveparkplatzes. Da dieser nur in Ausnahmefällen, beispielsweise an verkaufsoffenen Sonntagen genutzt werde, sei es bedauerlich zu sehen, dass kein durchlässiger Belag oder Rasengittersteine verwendet worden seien. Künftig müsse man, so Manfred Busch, bei der Genehmigung solcher Anlagen genauer hinschauen und notfalls Vorgaben machen, die über die Anpflanzung einiger Bäume hinausgehen.

Wie Breuninger weiter berichtete, sei mit dem Anlegen von Ausgleichsflächen für den Warema-Bereich bereits begonnen worden. Hubert Sadowski merkte an, dass die in den 90er-Jahren begonnene Biotop-Vernetzung inzwischen hervorragende Ergebnisse gebracht habe, aller damaligen Kritik zum Trotz.

Angesichts der geplanten Erweiterung des Almosenbergs auf Dertinger Gemarkung, müsse man bei den Ausgleichsflächen genau hinschauen, so Breuninger. Es sei fraglich, ob diese auf Dertinger Gelände sinnvoll seien. Die betroffenen Landwirte würden dann nämlich nicht nur Flächen wegen der Bebauung, sondern auch für den Ausgleich verlieren. Da Dertingen noch relativ viele Landwirte habe, sei hier Augenmaß gefragt.

Die Sinnhaftigkeit der verkaufsoffenen Sonntage im Outlet brachte Hubert Sadowski in Anbetracht der damit verbundenen Verkehrsprobleme ins Gespräch. Es könne nicht im Interesse des Betreibers sein, dass die Kunden kurz vor dem Ziel bereits auf der Autobahn im Stau stehen. Wer so etwas nach mehrstündiger Anfahrt erlebe, komme vermutlich nie mehr wieder. Für die Bettinger sei das Ganze ohnehin eine Zumutung. Was die Leitung der Verkehrsströme angehe, so Johann Vogeltanz, sei man inzwischen an einem Punkt angelegt, an dem es nicht mehr viel zu verbessern gebe. An den drei Sonntagen im Jahr kämen die Zufuhrtsstraßen zwangsläufig an ihre Grenze. Zu bedenken sei auch, dass die Wiese neben dem FOC-Parkplatz, die zuletzt als Reserve genutzt wurde, mit Errichtung des Warema-Gebäudes nicht mehr zur Verfügung stehen wird.