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Presseinfo

01.05.2019 - Bericht von Marcus Götz

Freie Bürger in Eichel/Hofgarten - Verkehrsbelastung ist drängenstes Problem

Im Rahmen Ihrer Reihe „Freie Bürger vor Ort“ trafen sich am Montag die Kandidaten und Gemeinderäte in Eichel/Hofgarten mit dem Stadtteilbeirat.

Da wegen des Regens kein Rundgang möglich war, lud Stadtteilbeiratsvorsitzender Roland Olpp in das Clubheim des TSC. Der Vorsitzende des TSC, Dr. Frank Merklein, nutzte die Gelegenheit auch seinen Verein kurz vorzustellen.

In einer Vorstellungsrunde präsentierten sich die Kandidaten der FBW und zeigten auf, wo sie die Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre setzen möchten.
Da auch der Geschäftsführer des Wohnstifts, Martin Leynar, unter den Gästen war, entspann sich schnell eine Diskussion um seniorengerechtes Wohnen und Betreuung. Leynar forderte ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept für Wertheim unter Beachtung der vor Ort tätigen Akteure. Hierzu zähle auch die Zahl der Bushaltestellen im Stadtteil zu erhöhen.
Wie FBW-Fraktionsvorsitzender Hubert Sadowski ausführte, beschäftige man sich im Gemeinderat derzeit intensiv mit der Thematik. Es gebe zahlreiche Investoren, die sich in dem wachsenden Markt gerne auch in Wertheim ansiedeln würden. Zunächst gelte es jetzt, den geplanten Neubau des Wohnstifts auf dem Gelände des Mutterhauses voranzubringen. In diesem Zusammenhang schlug Ulrike Kempf vor, dass die Stadt oder die Wohnbau das dann nicht mehr benötigte jetzige Gebäude kaufen und gemeinsam mit einem Träger eine Tagespflege oder betreutes Wohnen einrichten könne.Wie Leynar auf Nachfrage von Marcus Götz erläuterte, sei das Wohnstift zu 99% ausgelastet. Der weiter steigende Bedarf bedinge daher einen Ausbau des Angebots.

Insgsamt, so Roland Olpp, sei Eichel/Hofgarten ein intakter Stadtteil. Mit den Mittelanforderung halte man sich zurück. Nachdem nun seit 40 Jahren die Gemeinschaftsräume ehrenamtlich instand gehalten wurden, sei nun jedoch eine umfangreichere Sanierung nötig.

Bei der Instandsetzung des Straßennetzes sei in den letzten Jahren einiges passiert, Bedarf sieht der Stadtteilbeirat aber bei der Gerhart-Hauptmann- und der Gustav-Freytag-Strasse.

Der Stadtteil wachse weiter dynamsich. Trotz Grundstückspreisen von zuletzt 195 Euro/qm gebe es kaum noch Bauplätze. Für die Bewohner sei es jedoch wichtig, dass ein qualitativ hochwertiger Nahversorger angesiedelt werde. Dies sei auch im Interesse der Bürger von Wertheim-Ost. Leider seien die seit Jahren laufenden Bemühungen der Stadt hierfür Grundstücke am Ortseingang aus Richtung Urphar zu erwerben bislang an einigen wenigen Eigentümern gescheitert.

Das Hauptproblem der Eichler jedoch stellt die L2310 dar. Überhöhte Geschwindigkeit, der zum Teil schadhafte Belag und die Gullideckel führten zu Lärmbelastung. Olpp verdeutlichte nochmals die Forderung nach der Installation eines Blitzers. Wie Johann Vogeltanz ausführte, hat die FBW-Fraktion vor kurzem einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben. Diese soll nun die Kosten und die zu erwartenden Einnahmen ermitteln. Dann müsse man entscheiden, ob ein Bitzer sinnvoll sein könnte. Man müsse sich auch klar sein, dass ein Blitzer zu zusätzlichen Brems- und Beschleunigungsvorgängen führe, was auch wieder Lärm verursache. Die Auswertung der Geschwindigkeits-anzeigetafeln zeige, so Olpp, dass sich die meisten Fahrzeuge an das Limit halten. Dennoch erwarte man sich von einem Blitzer einen zusätzlichen Effekt.

Die weitere Diskussion zeigte, dass die L2310 auf der gesamten Strecke mittlerweile ein Problem darstellt, da der Verkehr ständig zunimmt. Außer kleinen Maßnahmen und dem jetzt angegangenen Lärmschutzprogramm seien der Stadt aber die Hände gebunden. Schließlich sei die L2310 auch offizielle Ausweichstrecke der Autobahn.