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Presseinfo

25.04.2019 - Bericht von Marcus Götz

Freie Bürger in Waldenhausen - STEG vernachlässigt die Ortschaften

Zu einem Rundgang durch Waldenhausen trafen sich am Mittwoch die Kandidaten und Gemeinderäte der Freien Bürger mit Ortsvorsteher Nils Ries.

Gleich zu Beginn, vor dem ehemaligen Gasthaus „Zur Krone“, bedauerte Nils Ries, dass seit der Schließung der Gaststätte kein richtiger Treffpunkt mehr im Ort existiere. Man habe daher in der Haushaltsmittelanforderung für 2020 einige Sitzbänke am Dorfplatz vor der Ortsverwaltung eingestellt. Damit, und mit einem neuen Schaukasten für Informationen und Verstanstaltungen, soll zumindest der Dorfplatz aufgewertet werden und künftig zum Verweilen einladen.

Im Ortschaftsrat mache man sich derzeit verstärkt Gedanken, wie das Dorfleben wieder attraktiver gestaltet werden kann. Ausser dem Gesangsverein gebe es kaum aktives Vereinsleben im Ort; das Engagement der Bürgerinnen und Bürger gehe immer mehr zurück.

Die Zahl der Leerstände im Ort seie überschaubar, so Ries. Auch würden diese recht gut von den Besitzern gepflegt. Dennoch äußerte er Kritik an der Vorgehensweise von Wohnbau und Stadtentwicklungsgesellschaft. Diese würden sich seit Jahren ausschließlich um die Innenstadt kümmern; die Ortschaften hingegen würden vernachlässigt und nicht beachtet. Dies sorge zunehmend für Unmut in der Bevölkerung.

Manfred Busch regte in diesem Zusammenhang an, dass die Stadt sich hier langfristig engagieren und über einen längeren Zeitraum hinweg versuchen müsse, Gebäude und Grundstücke in den Altorten aufzukaufen. Nur so sei es möglich Flächen sinnvoll zusammen zu legen und die Ortschaften weiterzuentwickeln.

Was während der zweijährigen Sanierungszeit des Bahntunnels auf die Anwohner zukommt, vermag der Ortsvorsteher noch nicht vollumfänglich abzuschätzen. Man rechne mit sieben bis neun Schwer-LKW täglich, die in der Nacht Beton und Material anliefern werden. Bei der Durchfahrt durch die engen Ortsstraßen sei daher nicht nur mit Lärmbelästigung zu rechnen.

Gut genutzt, so Ries, werde die Mehrzweckhalle. Nicht nur der Gesangsverein, sondern auch die Kindergärten und Privatleute würden zu einer ordentlichen Auslastung beitragen. Für den Kindergarten erwarte man sich den einen oder anderen Neuzugang, wenn das mitten im Ort gelegene Baugebiet „Felderflur“ erschlossen und mit neun Bauplätzen belegt wird.

Beim weiteren Rundgang stellte Ries noch die Sanierung der Kirchäckerstraße vor. Hier wird in den nächsten Tagen die seit vielen Jahren geforderte Generalsanierung von Versorgungsleitungen und Straßendecke beginnen.

Insgesamt, so waren sich die Besucher einig, lässt es sich in Waldenhausen gut leben. Ein großer Vorteil ist die absolut ruhige Lage ohne zu viel Durchgangsverkehr und der kurze Weg nach Wertheim in die Stadt.