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Presseinfo

06.04.2019 - Bericht von Marcus Götz

Freie Bürger besuchten das Hofgartenschlößchen

Dr. Jörg Paczkowski und Heiko Albrecht vom Förderverein Hofgartenschlößchen begrüßten in der verganenen Woche zahlreiche Gemeinderäte und Mitglieder der Freien Bürger im Museum im Hofgarten.

In seiner Begrüßung stellte Heiko Albrecht heraus, dass es ohne das Engagement der Wertheimer Bürgerinnen und Bürger nicht möglich gewesen wäre, das einst heruntergekommene Schlößchen zu sanieren und mit Leben zu erfüllen. Heute leisten die Förderkreismitglieder mehrere hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Jahr.

Seinen Dank richtete er an die anwesenden Gemeinderäte die es ermöglichten, dass jährlich Mittel aus dem städtischen Haushalt zum Erhalt des Gebäudes und des Parks zur Verfügung gestellt werden. Die jährlich nahezu 50 Veranstaltungen und wechselnden Ausstellungen hingegen würden größtenteils durch den Förderkreis und die großzügigen Stifter und Spender ermöglicht. Großen Wert lege man dabei darauf, so Albrecht, ein offenes Haus für die Bürgerinnen und Bürger zu sein und dabei stets qualitätsvolle Veranstaltungen anzubieten.

Im Interesse insbesondere der Bewohner von Hofgarten und Eichel sei eine Verbesserung der Parkbeleuchtung. Den Wunsch nach einer Erneuerung der von Anfang an defektanfälligen Leuchten gab er den Gemeinderäten mit. Die Umsetzung dieser Maßnahme diene dazu, die Begehbarkeit des Parks ganzjährig zu gewährleisten.

Jörg Paczkowski spannte in seinen Ausführungen einen großen Bogen von der Entstehungszeit des Schlößchens und des Parks in die Gegenwart. So sei das Kleinod im Hofgarten seinerzeit als Residenz für die Fürsten erbaut worden, denen es in der engen Altstadt zu dunkel und zu kalt gewesen sei. Das Anlegen des Parks sei eine für die damalige Zeit ungewöhnliche sozialpolitische Maßnahme gewesen. Fürst Georg ließ den Park in den Jahren 1815 bis 1817 von Wertheimer Bürgerinnen und Bürgern anlegen. Eine damalige Kältephase brachte viele Bürger um ihre Arbeit. Durch das Anlegen des Parks sorgte der Fürst dafür, dass die Wertheimer zu Lohn und Brot kamen.

Der Erwerb und die Sanierung sei nur duch einen klugen Schachzug des damaligen Oberbürgermeisters und des Gemeinderats möglich gewesen. Die Instandsetzung, die durch mehrere Brandstiftungen immer wieder zurückgeworfen wurde, wurde von Land und Stiftung Denkmalschutz zu 80% finanziert.

Um den Park kümmere sich heute, neben dem städtischen Zuschuss, eine eigens hierfür gegründete Familienstiftung. Mit den Worten „das ist Wertheim“ zeigte sich Paczkowski begeistert von der ehrenamtlichen Leistung und den privaten Zuwendungen, ohne die das Museum nicht existieren könnte.

Großen Wert lege er bei der thematischen Auswahl der wechselnden Ausstellungen darauf, dass diese auch immer einen Bezug zur Gegenwart aufweisen. Man erfülle damit auch einen pädagogischen Auftrag. Dass dies funktioniere, zeigten die immer wieder begeisterten Schulklassen, die er regelmäßig durch die Ausstellungen führt.

Es gehe darum „Vielfalt aber keine Beliebigkeit“ in den Räumlichkeiten zu zeigen.

Zum Abschluss stellte Paczkowski bei einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Verfemt und vergessen“ seine ganz persönlichen Highlights vor.

In seinen Schlußworten dankte FBW-Vorsitzender Marcus Götz dem Förderkreis für sein Engagement. Er sei sich sicher, dass man heute aus dem Kreis der Anwesenden einige neue Mitglieder werde gewinnen können. Letztlich habe auch der im Mai neu zu wählende Gemeinderat eine Verantwortung für das Schlößchen, der dieser sicherlich gerecht werden wird.