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Presseinfo

22.04.2018 - Bericht von Marcus Götz

Jahreshauptversammlung der Freien Bürger Wertheim

Mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr begann Vorsitzender Marcus Götz am Mittwoch die Hauptversammlung der FBW im Gasthaus Rose in Nassig.

Insbesondere die Termine „vor Ort“ haben hierbei einen hohen Stellenwert, um sich mit den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Unternehmern und den Vertretern der Ortschaften und Stadtteile austauschen zu können. Bei einem Besuch der Stadtteile Vockenrot und Reinhardshof standen hierbei insbesondere die weitere Entwicklung als Wohn- und Gewerbestandort, sowie die damit verbundenen Verkehrsprobleme im Fokus. In Sonderriet wurde die neue Mehrzweckhalle und die Feuerwehr besichtigt. Ferner informierte man sich in der Stadtbücherei. Ein Besuch der Firma KurtzErsa in Bestenheid rundete das Programm der vergangenen zwölf Monate ab.

Auch in den nächsten Monaten sollen die Vor-Ort-Termine weiter fortgesetzt werden. Neben dem Stadtteil Bestenheid, stehen Besuche in Mondfeld, Dertingen und Höhefeld auf der Agenda. Daneben sollen auch erneut Besichtigungen bei Wertheimer Unternehmen und städtischen Einrichtungen stattfinden.

Gerade im Wahlkampf hört man oft, dass man die Kommunalpolitiker außerhalb der Wahlkampfzeiten nie zu Gesicht bekomme. Marcus Götz betonte, dass dies wohl für manche andere Gruppierungen gelten mag, keinesfalls aber für die Freien Bürger, die in den letzten drei Jahren insgesamt 16 Besuche „vor Ort“ absolviert hatten.

Nach den üblichen Regularien, wie dem Bericht des Kassenwarts Hans-Jürgen Hogh und dem Kassenprüfer Dominik Hauck, sowie der Entlastung des Vorstands, gab Hubert Sadowski einen kurzen Abriss über aktuelle Themen. Weiter im Fokus bleibe die Schulentwicklungsplanung. Sichergestellt für die nächsten Jahre sei auf jeden Fall der Schulstandort Urphar/Lindelbach. Angegangen werde jetzt die Sanierung der Ottfried-Preußler-Schule. Angesichts der hohen Kosten habe man bei den Freien Bürgern zunächst Bedenken gehabt und eigentlich lieber dem Standort am Reinhardshof Priorität eingeräumt. Letztlich habe man sich dann aber doch überzeugen lassen. Eine längere Diskussion entspann sich um die geplante Bebauung auf dem Areal des früheren Mainkaufhaus. Insbesondere Hans Hollenbach monierte die geplante Gebäudehöhe. Dies führe dazu, dass vielen Anwohnern in der ohnehin engen Welschdorfgasse zusätzlich Licht genommen werde. Ferner drängte Hollenbach darauf, dass das Thema „Aufstiegshilfe“ auf die Burg, in welcher Form auch immer, nicht in Vergessenheit geraten dürfe. Wertheim habe damit noch immer die Möglichkeit sich ein Alleinstellungsmerkmal in der Region zu sichern, was auch der Innenstadt mit ihren zunehmenden Leerständen helfen könnte.

Einigkeit bestand darin, dass man sich über die Entscheidung des Bettinger Ortschaftsrats, der sich gegen den Bauantrag für einen Möbelmarkt ausgesprochen hat, im Gemeinderat keinesfalls hinwegsetzen werden. Manfred Busch wies jedoch darauf hin, dass es über kurz oder lang auf jeden Fall zu einer Ansiedlung auf dem Grundstück kommen werde. In dem Moment, in dem ein Investor keine Ausnahme vom gültigen Bebauungsplan benötige, seien sowohl dem Ortschaftsrat als auch dem Gemeinderat die Hände gebunden. Ob eine andere Ansiedlung, die dann vielleicht kein Möbelmarkt sei, zu weniger Verkehr und Belastung für die Bettinger führen werde, sei daher offen. Aus diesem Grunde sollte sich die Bürgerschaft Bettingens mit dem Ortschaftsrat und der Stadtverwaltung zusammensetzen und eine Änderung des Bebauungsplans, in welcher Form auch immer, angehen.

Weitere diskutierte Themen drehten sich um den Standort des alten Krankenhauses, die Entwicklung des Bahngeländes sowie Wertheim als Hochschulstandort.

Marcus Götz berichtete, dass man bereits mitten in den Vorbereitungen für die im nächsten Jahr anstehende Kommunalwahl sei. Zur Bildung von Arbeitsgruppen wird hierzu im Juni ein weiteres Treffen aller Mitglieder stattfinden.