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Presseinfo

23.05.2010 - FBW im Hofgarten

FBW im Hofgarten

Die Mitglieder der Freien Bürger Wertheim begrüßte der Vorsitzende
Marcus Götz am 18.05. im Hofgarten zu einem Meinungsaustausch und
zur Diskussion aktueller kommunalpolitischer Themen.

Zu Beginn stand ein Rückblick auf die Wirtschaftswoche. Nahezu alle
Anwesenden hatten positive Eindrücke gesammelt. Auch die Aussteller
mit den man gesprochen habe, hätten sich überwiegend zufrieden
geäußert. Dr. Finkenauer wandte jedoch ein, dass man sich vor
einer Wiederholung in zwei Jahren nochmals Gedanken über das
Konzept machen solle. Inzwischen gebe es einfach zu viele solcher
oder ähnlicher Veranstaltungen in der Region, die in Wettbewerb
zueinander stünden. Selbstverständlich müsse auch der Gemeinderat
vor einer Zustimmung zur nächsten Wirtschaftswoche die damit
verbundenen Kosten für die Stadt genau abwägen, so Kozyra.

Kritik brachte Altstadtbereit Hollenbach an dem auf dem Messegelände
Reinhardshof stattfindenden "public viewing" während der Fussball-WM
vor. Eine solche Veranstaltung für Bürger und Fussball-Fans gehöre
in die Altstadt, am besten auf den Marktplatz. Dann hätte auch
die Gastronomie der Innenstadt etwas davon gehabt und nicht ein
einzelner Unternehmer.

Eine längere Diskussion entspann sich um die Michaelismesse.
Werner Kozyra kritisierte heftig, dass immer noch nach dem Motto
"das haben wir schon immer so gemacht" agiert werde, und man es
versäumt habe die Michaelismesse auf das geänderte Konsum- und
Freizeitverhalten der Bürger auszurichten.

Darüber hinaus werde viel zu wenig Werbung, insbesondere in der
weiteren Region für das Volksfest gemacht. Es helfe nichts, wahllos
Plakate zu verschicken und zu hoffen, dass diese dann irgendjemand
aufhängen werde.
Ferner wurde der Wunsch geäußert, dass sich der Betreiber von
Wertheim-Village werblich stärker für die Michaelismesse engagieren
sollten. Schließlich profitiere niemand mehr von dem verkaufsoffenen
Messesonntag als die Firma Value-Retail.

Hans-Karl Hollenbach schlug vor, auch kulturelle Veranstaltungen
stärker mit dem Outlet-Center zu verknüpfen und zu versuchen,
Wertheim-Village als Werbepartner zu gewinnen. Insgesamt sei der
Kulturtourismus eines der wenigen Felder, auf denen sich Wertheim
noch entwickeln und positiv abheben könne. Hier sei aber auch die
Fremdenverkehrsgesellschaft gefordert sich mehr einzubringen und
neue Konzepte zu entwickeln.

Über die aktuelle Entwicklung beim Projekt "Ritterland" berichtete
Songrit Breuninger. Es werde nun ein Regionalplanänderungsverfahren
eingeleitet. Dieses werde sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.
Danach sei dann der Gemeinderat aufgefordert endgültig über das
Vorhaben zu entscheiden. Vor weiteren Diskussionen und Streitereien
müsse man nun abwarten, was konkret bei diesem Verfahren
herauskomme und gegegenfalls an Anforderungen an die Betreiber
gestellt werde. Letztlich stehe und falle das ganze Projekt jedoch
auch mit der Bereitschaft der Grundstückseigentümer, ihre Flächen
überhaupt zu verkaufen. Hubert Sadowski bekräftigte, dass
die Entscheidung über das Ritterland letztlich auf den Ortschaften
in Wertheim-Ost fallen werde.

Marcus Götz
1. Vorsitzender
Freie Bürger Wertheim